KWIBUKA, SE SOUVENIR (KWIBUKA, REMEMBER)

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Die belgisch-ruandische Basketballspielerin Lia kehrt nach Ruanda zurück, um für die Nationalmannschaft zu spielen. Die Reise führt sie nicht nur in ihre Heimat, sondern auch zu einer schmerzhaften Familiengeschichte. Als Überlebende des Genozids von 1994 war sie als Kind nach Europa geschickt worden. Bei der Begegnung mit ihrem entfremdeten Vater erfährt sie, dass der Tod ihres Bruders Daniel nie offiziell registriert wurde. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Lia auf verdrängte Erinnerungen, familiäres Schweigen und die bis heute spürbaren Folgen des Genozids. Ein sensibles Drama über Erinnerung, Identität und die schwierige Aufarbeitung der Vergangenheit.

KWIBUKA, SE SOUVENIR (KWIBUKA, REMEMBER) Regie: Oualid Baha, Jonas d'Adesky, DCP, OmeU, 92 min

Gäste

Oualid Baha

Oualid Baha studierte Produktion am Institut National de l’Audiovisuel (INA Sup) sowie Filmrecht und Filmökonomie an der Sorbonne. Nach mehreren Stationen in der Organisation und Programmgestaltung von Filmfestivals wechselte er als Associate Producer zu Tact Production. Dort produziert er Dokumentar- und Spielfilme, darunter LA MISÉRICORDE DE LA JUNGLE von Joël Karekezi, L'ARGENT, LA LIBERTÉ, UNE HISTOIRE DU FRANC CFA von Katy Lena Ndiaye, SIX PIEDS SUR TERRE von Karim Bensalah und ALEA JACARANDAS von Hassen Ferhani. Seine jüngste Produktion KWIBUKA, SE SOUVENIR (KWIBUKA, REMEMBER) von Jonas d’Adesky kommt im November in Frankreich in die Kinos.

Jonas d'Adesky

Jonas d’Adesky ist ein belgisch-ruandischer Drehbuchautor und Regisseur aus Brüssel. Sein Abschlussfilm NUIT BLANCHE (2010) wurde auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Nach einem Freiwilligeneinsatz in Haiti entstand sein erster Langspielfilm TWA TIMOUN (THREE KIDS), der unter anderem in Toronto und auf der Berlinale präsentiert wurde. Für TEMPS MORT kehrte er nach Ruanda zurück. Beim Afrika Film Festival Köln stellt d’Adesky seinen neuen Film KWIBUKA, SE SOUVENIR (KWIBUKA, REMEMBER) vor, der sich einfühlsam mit generationenübergreifenden Traumata auseinandersetzt und zugleich die Kraft kollektiver Hoffnung in den Mittelpunkt rückt.