TIMPI TAMPA
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Der 20-jährige Khalilou lebt allein mit seiner Mutter in Dakar. Sie ist an Krebs erkrankt. Jahrelang hat sie viele Aufhellungscremes verwendet, um so auszusehen wie die Frauen auf den Werbetafeln, und sich damit selbst vergiftet. Um ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, beschließt Khalilou, sich als Frau „Leila“ zu verkleiden und an einem universitären Schönheitswettbewerb teilzunehmen. So will er von innen heraus das kaputte System herausfordern. Dieses soziale Märchen demontiert das in der Kolonialzeit geprägte Schönheitsideal und feiert gleichzeitig Schwesternschaft, Identität und Widerstandsfähigkeit. TIMPI TAMPA hat beim AFFK seine Deutschlandpremiere.
Deutschlandpremiere
Kooperation: Rosa-Luxemburg-Stiftung
TIMPI TAMPA Regie: Adama Bineta Sow, DCP, OmeU, 80 min
Gast
Adama Bineta Sow hat einen MBA-Abschluss in Projektmanagement und ist vom Kino fasziniert. Im Jahr 2015 führte sie bei ihrem ersten Kurzfilm AVEUGLÉ PAR UNE AVEUGLE Regie, der Teil der offiziellen Auswahl des Espace Junior du FESPACO 2017 war. 2019 drehte sie ihren zweiten Kurzfilm À NOUS LA TABASKI, der auf verschiedenen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurde: Er gewann den Preis für den besten Kurzfilm auf dem Frauenfilmfestival von Fontenay-le-Fleury und eine besondere Erwähnung der Jury auf dem NouakShort Filmfestival. Beim FESPACO 2025 stellte sie ihr Spielfilmdebüt TIMPA TAMPA vor und erhielt eine lobende Erwähnung in der Sektion „Perspektiven“. Sie gehört zu einer Reihe von afrofeministischen Filmemacherinnen, die eine grundlegende Frage stellen: Wer hat das Recht, unsere Geschichten zu erzählen?