PANEL BETWEEN REALITY AND IMAGINATION: VISUAL STRATEGIES OF CONTEMPORARY AFRICAN CINEMA

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PANEL BETWEEN REALITY AND IMAGINATION: VISUAL STRATEGIES OF CONTEMPORARY AFRICAN CINEMA

Afrikanische Filmschaffende experimentieren zunehmend mit hybriden Formen, neuen Technologien und subjektiven Blickwinkeln, um alternative Realitäten zu erschaffen. Dokumentarisches wird mit Fiktion vermischt, Virtual Reality trifft auf Erinnerungskultur, persönliche Geschichten spiegeln gesellschaftliche Umbrüche wider. In diesem Panel diskutieren die Filmemacher:innen ihre jeweiligen Ansätze, mit Bildsprache, Sound und Narration zu arbeiten, und die Frage, wie sie Konventionen des westlich dominierten Kinos herausfordern. Inwiefern beeinflussen Musik, Sounddesign und Schnitt die Filme? Wie verändern neue Technologien – etwa Virtual Reality oder KI – das Verhältnis zwischen Publikum und Erzählung?

 

Kooperation: Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), DW Akademie, KIOSK – Arts Exchange e. V.

Sprache: Englisch

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Gäste

Amil Shivji

Amil Shivji lebt in Dar es Salaam, Tansania, und arbeitet als Filmemacher und Produzent. Seine Produktionsfirma Kijiweni Productions widmet sich vor allem der Erzählung lokaler Geschichte. Neokolonialismus, kultureller und politischer Imperialismus stehen im Zentrum seiner Arbeit. In diesem Jahr kuratierte er wieder für das AFFK.

 

Maia Lekow

Maia Lekow ist eine kenianische Musikerin und Filmemacherin. Derzeit tritt sie mit ihrer Band Maia & the Big Sky auf internationalen Bühnen auf. Maia verbindet ihre Musik mit ihrer Faszination für Menschen und Kultur, um als Dokumentarfilmerin, Produzentin, Komponistin und Tontechnikerin Filme zu drehen. 2013 wurde sie zur Botschafterin des UNHCR ernannt. Ihre Filme sind persönliche, vielschichtige Charakterstudien. Ihr mit ihrem Partner Christopher King realisiertes Dokumentarfilm-Debüt THE LETTER erforscht den Generationenkonflikt in der Heimat von Maias Vater an der Küste Kenias, und sie komponierte auch die Originalmusik für den Film gemeinsam mit dem Emmy-Preisträger Ken Myhr. Ihr neuer Film HOW TO BUILD A LIBRARY feierte beim Sundance Film Festival 2025 seine Weltpremiere.

Sammy Baloji

Sammy Baloji lebt und arbeitet zwischen Lubumbashi und Brüssel. Seit 2005 beschäftigt er sich mit der Erinnerung und Geschichte der Demokratischen Republik Kongo. Nach seinem Studium der Literatur- und Humanwissenschaften arbeitete er als Cartoonist und spezialisierte sich später auf Videokunst und Fotografie. In seiner Arbeit untersucht er das kulturelle, architektonische und industrielle Erbe der Region Katanga und hinterfragt die Auswirkungen der belgischen Kolonialisierung. Sein kritischer Blick auf zeitgenössische Gesellschaften dient als Warnung vor der Art und Weise, wie kulturelle Klischees weiterhin das kollektive Gedächtnis prägen und es ermöglichen, dass soziale und politische Machtspiele weiterhin das menschliche Verhalten diktieren.
Sein Dokumentarfilm L’ARBRE DE L’AUTHENTICITÉ gewann den Sonderpreis der Jury beim Internationalen Filmfestival Rotterdam 2025.

Joel 'Kachi Benson

Joel 'Kachi Benson ist ein Dokumentarfilmer, dessen Arbeit sich vor allem um soziales Storytelling dreht. Er nutzt die 2D-Technologie, um Geschichten in Nigeria und Afrika zu erzählen, und ist der erste nigerianische Filmemacher, der zudem Virtual-Reality-Technologie für das Geschichtenerzählen nutzt. Joel 'Kachi Benson glaubt fest daran, dass das Erzählen von Geschichten ein Katalysator für positive Veränderungen sein kann, und unterrichtet und berät regelmäßig junge Filmemacher:innen. 2024 wurde er zweifach mit dem Disney-Dokumentarfilm MADU, bei dem er Regie führte, für den Emmy nominiert. Sein neuester Film, MOTHERS OF CHIBOK, den er in Zusammenarbeit mit Impact Partners gedreht hat, ist derzeit auf internationalen Filmfestivals zu sehen.