SCREENING & PANEL-TALK - Afrofuturism and Black Hair

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Talk: "Afrofuturism and Black Hair: Exploring Identity and Innovation in African Film”

Black Hair und Afrofuturismus sind durch ihren gemeinsamen Fokus auf Identität, Kultur und Selbstbestimmung innerhalb der afrikanischen Diaspora miteinander verbunden. Black Hair ist seit jeher ein Symbol des Widerstands, des Stolzes und der Selbstdarstellung für Menschen afrikanischer Abstammung und dient oft als eine Form des kulturellen und politischen Widerstands gegen eurozentrische Schönheitsstandards. 

Im Kontext des afrikanischen Kinos kann die Erforschung von Black Hair und Afrofuturismus ein starkes Objektiv sein, durch das Fragen der Identität, der Repräsentation und des kulturellen Erbes untersucht werden können. Durch die Verflechtung dieser Themen können Filmemacher Mainstream-Erzählungen in Frage stellen, die Schönheit und Vielfalt von Black Hair feiern und neue Möglichkeiten für afrikanische und diasporische Communities entwerfen.

 

In Anwesenheit von Benita Bailey, Fatima M. York, J-JD, Prof. Dr. Natasha A. Kelly & Kokutekeleza Musebeni

Moderation: Emilene Wopana Mudimu

 

 

Sprache: Englisch 

Gäste

Benita Bailey

Benita Bailey ist eine kraftvolle Stimme im zeitgenössischen deutschen Theater- und Filmschaffen. Die Schauspielerin, Filmemacherin und Universitätsdozentin ist Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied von Schwarze Filmschaffende e. V. und setzt sich für mehr Sichtbarkeit, Diversität und strukturelle Veränderungen in der deutschen Medienlandschaft ein. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Spielfilm DIE SICHTBAREN – ein Titel, der Programm ist. Mit der interdisziplinären Performance „Ancestral Supper“ feierte sie 2025 Premiere und verknüpft darin afrodiasporische Perspektiven mit performativer Tiefe. Mit ihrem Videopodcast #YELLIT, den sie seit 2020 auf YouTube produziert, schafft Benita einen Raum für empowernde Gespräche und künstlerische Impulse aus der Schwarzen Community.

Fatima York

Von Brooklyn über Atlanta bis Berlin hat Fatima York mehrere Salons eröffnet, Friseurkolleg:innen und Lockenbesitzer:innen geschult und sich für die Pflege und das Wohlbefinden von strukturiertem Haar eingesetzt. In ihrer 28-jährigen Karriere besuchte York zwei Kosmetikschulen - keine davon bot eine Ausbildung für strukturiertes Haar an. Fatima York hat die Bedeutung der Ausbildung für lockiges Haar erkannt und bringt die Gespräche in Deutschland voran. Mit ihrem Salon Natural Hair Berlin bietet die Locken-Spezialistin und Selbstliebe-Coach auch Outreach-Aktivitäten und Workshops an, um ihr wertvolles Wissen weiterzugeben. Eines ihrer laufenden Projekte, mit dem sie sich für natürliches Haar einsetzt, ist Crowns, eine Feier und Erkundung afrikanischer Haarkunst.

Prof. Dr. Natasha A. Kelly

Prof. Dr. Natasha A. Kelly, Jahrgang 1973, ist Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin, Autorin und Herausgeberin, Kuratorin und bildende Künstlerin. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst und hinterfragt aus einer Schwarzen feministischen, dekolonialen Perspektive eurozentrische Konzepte von Wissen, Macht und Körper. Ihr zentrales Anliegen ist es, Schwarze Perspektiven in der Wissenschaft und Kunst zu stärken; derzeit ist sie federführend an der Gründung eines unabhängigen Instituts für Schwarze deutsche Kunst, Kultur und ihre Wissenschaften beteiligt. Beim diesjährigen Afrika Film Festival Köln bietet sie Dialog-Workshops für Jugendliche an.

Kokutekeleza Musebeni

Kokutekeleza Musebeni ist Journalistin, Sängerin, Moderatorin und Filmemacherin. Seit 2014 ist sie Moderatorin für den Radiosender Puls vom Bayerischen Rundfunk. Zudem moderiert sie die BR-Formate „Workin Germany“ und „So geht Medien“. Neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin ist Musebeni auch Hörfunk-Autorin für Bayern 2. Für ihr Zündfunk-Radio-Feature „Afroshops: Haare, Haut und Schwarzes Deutsches Unternehmertum“ gewann sie 2020 den Willi-Bleicher-Preis und den Coburger Medienpreis. Die Dokumentation vom Bayerischer Rundfunk „White Fragility: Warum Weiße Rassismus so leicht übersehen“ wurde 2021 für den CIVIS Medienpreis nominiert. 2021 erschien ihr Kurzfilm THE DOOR OF RETURN, ein futuristischer Hybrid zwischen Dokumentarfilm und Science-Fiction.

J-JD

In eine angolanisch-kongolesische Familie geboren, folgte er früh seiner Berufung zur Musik und trat bei zahlreichen Gesangswettbewerben auf. Ursprünglich als Songwriter und Sänger aktiv, entdeckte er später seine Leidenschaft für Musikproduktion und gründete 2019 das Produzenten-Duo "OMG Whatabeat" mit Wombeats. Trotz seiner Erfolge als Produzent verfolgte J-JD den Wunsch, seine eigene Musik zu machen. Nach einer kreativen Pause begann er erneut eigene Songs zu veröffentlichen und reiste in den Kongo, um seine künstlerische Vision visuell umzusetzen. Im Mai 2024 veröffentlichte er seine erste offizielle EP "Jericho", die Amapiano- und Afrobeat-Einflüsse vereint.

Emilene Wopana Mudimu