PANEL RETHINKING HEROINES – VISIBILITY, BEAUTY AND POWER IN AFRICAN AND DIASPORIC CINEMA

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PANEL RETHINKING HEROINES – VISIBILITY, BEAUTY AND POWER IN AFRICAN AND DIASPORIC CINEMA

Lange wurden Held:innenfiguren im globalen Kino nach westlichen, oft weißen, cis-heteronormativen und körperlich normierten Maßstäben konstruiert. Im afrikanischen und afrodiasporischen Kino rückt jedoch eine neue Generation von Filmschaffenden marginalisierte Identitäten ins Zentrum: Schwarze queere Körper, nicht-normative Schönheit, widerständige Erzählweisen. Dieses Panel widmet sich den Fragen von Sichtbarkeit, Repräsentation und Macht: Welche Schönheitsnormen wirken auch innerhalb des afrikanischen Kinos, und wie können sie aufgebrochen werden? Wer darf auf der Leinwand Held:in sein, und wer bleibt unsichtbar? Welche vergessenen Held:innen verdienen Sichtbarkeit? Gemeinsam diskutieren wir darüber, wie afrikanisches Kino heute Held:innen neu definiert – jenseits von kolonialen Erzählungen und patriarchalen Idealen.

 

Kooperation: Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), DW Akademie, KIOSK – Arts Exchange e. V.

Sprache: Englisch

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Gäste

Joy Gharoro-Akpojotor

Joy Gharoro-Akpojotor ist in Nigeria geboren und lebt in London. Sie ist Produzentin und Autorin/Regisseurin und Gründerin der Produktionsfirma „Joi Productions“ (2016). Sie produzierte BLUE STORY (2019), der zum umsatzstärksten Film seines Genres wurde. Im selben Jahr wurde sie als „Screen International Star of Tomorrow“ und als „BAFTA Breakthrough“ ausgezeichnet. Es folgten Aml Ameens Liebeskomödien-Debüt BOXING DAY (2021), der erste rein schwarze Weihnachtsfilm in Großbritannien, und CHAMPION (2022), den sie für BBC und Netflix produzierte. Im Jahr 2024 gab sie mit DREAMERS ihr Debüt als Autorin und Regisseurin, unterstützt von BBC Film. Der Film wurde auf der 75. Berlinale 2025 uraufgeführt und erhielt eine Nominierung für den Teddy Award als bester Spielfilm.

Derhwa Kasunzu

Derhwa Kasunzu lebt in Kisangani in der DR Kongo, der Stadt, in der er aufgewachsen ist. Er erzählt Geschichten aus seiner Heimat, mit Worten und seit einigen Jahren auch mit Bildern. Da Vielseitigkeit in den prekären Verhältnissen der DR Kongo eine Notwendigkeit ist, absolvierte er in den Kabako Studios eine Ausbildung in dokumentarischem Schreiben, aber auch in Ton- und Bildfilmtechnik sowie in Postproduktion. Sein Weg ist geprägt von Begegnungen, mit Faustin Linyekula, künstlerischer Leiter der Studios Kabako, mit Gaël Teicher, Produzent und Drehbuchautor, dem Filmemacher Miguel Munha und den kongolesischen Filmemachern Franck Moka und Dieudo Hamadi. Im Jahr 2018 führte er bei seinem ersten Film INKERSON Regie. Sein erster Dokumentarfilm CATCHER (2024) gewann beim Fespaco 2025 den Samba Félix N'Diaye-Preis für das beste Erstlingswerk im Bereich Dokumentarfilm.

Adama Bineta Sow

Adama Bineta Sow hat einen MBA-Abschluss in Projektmanagement und ist vom Kino fasziniert. Im Jahr 2015 führte sie bei ihrem ersten Kurzfilm AVEUGLÉ PAR UNE AVEUGLE Regie, der Teil der offiziellen Auswahl des Espace Junior du FESPACO 2017 war. 2019 drehte sie ihren zweiten Kurzfilm À NOUS LA TABASKI, der auf verschiedenen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurde: Er gewann den Preis für den besten Kurzfilm auf dem Frauenfilmfestival von Fontenay-le-Fleury und eine besondere Erwähnung der Jury auf dem NouakShort Filmfestival. Beim FESPACO 2025 stellte sie ihr Spielfilmdebüt TIMPA TAMPA vor und erhielt eine lobende Erwähnung in der Sektion „Perspektiven“. Sie gehört zu einer Reihe von afrofeministischen Filmemacherinnen, die eine grundlegende Frage stellen: Wer hat das Recht, unsere Geschichten zu erzählen?